Reisegeschichten faszinieren uns alle. Und am liebsten erleben und erzählen wir sie wohl selbst. 

Dennoch können die Reisegeschichten anderer natürlich auch spannend sein. Unter Umständen sogar spannender, wenn die Erfahrungen so ganz und gar von dem abweichen, was wir selbst schon erlebt haben.

Für mich sind die Bücher von Christine Thürmer da eindeutige Empfehlungen. Sie sagt inzwischen, dass sie von Beruf „Langstreckenwanderin“ sei. Und da kann man nun wirklich von aktivem „Life-Design“ sprechen.

Sie hat ihre Managementkarriere, die zunächst unfreiwillig unterbrochen wurde, inzwischen an den Nagel gehängt, um diese Erde zu erwandern. Oder zu errradeln. Oder zu erpaddeln.

Was nun vielleicht romantisch klingt, ist wirklich harte Arbeit. Denn sie wartet dabei nicht auf gutes Wetter.

Und sie ist gezwungen, sich auf das allernötigste Equipment zu beschränken. Jedes Gramm zu viel bedeutet für sie Komfortverlust, da sie es auf dem Rücken tragen muss. Das ist im Hinblick auf materiellen Besitz Minimalismus pur.

Sie konnte diesen Lebensstil zunächst durch Rücklagen aus ihrem aktiven Arbeitsleben finanzieren, das sie 2007 an den Nagel gehängt hat.

Inzwischen ist sie auch Autorin und Speakerin. Sie lässt ihre Leser auf offene, ehrliche und spannende Weise an ihren Erlebnissen und Learnings teilhaben.

Ihr erstes Buch trägt den Titel:
Laufen. Essen. Schlafen. Eine Frau, drei Trails und 12.700 km Wildnis.*

Hierin beschreibt sie drei – wohl legendäre – Weitwanderwege in den USA, die auch ihre „Einstiegsdroge“ in das neue Leben waren.

Im zweiten Buch verschlägt es sie nach Europa: 
Wandern. Radeln. Paddeln. 12.000 km Abenteuer in Europa. *

Durch diesen Titel bin ich auf sie aufmerksam geworden. Und mir war schnell klar, dass ich alle ihre Bücher lesen möchte bzw. werde.

Ihr neuester Titel:
Weite Wege wandern. Erfahrungen und Tipps von 45.000 Kilometern zu Fuß.*

Christine Thürmer gilt als „meistgewanderte Frau“ und wer plant, in ihre Fußstapfen treten zu wollen, muss nicht alle Erfahrungen selbst machen, sondern kann von ihrem Wissen, ihren Tipps und Tricks ganz sicher profitieren.

Nun ist es sicher nicht jedermanns Sache, bei Wind und Wetter ohne jeglichen Komfort das eigene Glück zu suchen und zu finden. Doch man kann diesen Geschichten durchaus auch zuhause auf dem Sofa jede Menge abgewinnen und hat ein bisschen das Gefühl, dabei zu sein.

Warum faszinieren sie uns diese Reisegeschichten so? Besonders wenn es „Aussteiger-Geschichten“ sind?

Ich schreibe diesen Beitrag im März 2021. Das bedeutet: 1 Jahr Pandemie. Das Jahr hat ein Einschränkungen mit sich gebracht, die für viele unvorstellbar waren und auch immer noch sind. Derzeit faszinieren uns Reiseberichte bzw. Reisegeschichten vielleicht noch mehr als es bereits „in normalen Zeiten“ der Fall war.

Doch dieses Jahr hat auch dazu geführt, dass viele Menschen sich intensiver damit auseinandersetzen, was sie in ihrem Leben wirklich wichtig finden.

Dieses „Why“ hat natürlich auch schon vor der Krise eine große Rolle gespielt. Doch durch die Einschränkungen haben sich möglicherweise auch die Blickwinkel verschoben oder sogar noch einmal erweitert.

Ich bin sehr gespannt, wie sich die Dinge entwickeln werden, wenn viele „Selbstverständlichkeiten“ wieder möglich sein werden.

 

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